Dagegen hilft in schweren Fällen ein Atemgerät, eine Unterkieferschiene oder seltener auch eine OP. Forschende entwickeln gerade noch eine Möglichkeit: Eine Tablette. Sie schreiben im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, dass ihr Medikament die letzte große klinische Studie durchlaufen hat und da sehen die Ergebnisse ganz gut aus. Nach 26 Wochen hatten die Teilnehmenden nachts weniger Atemaussetzer und sie haben mehr Sauerstoff bekommen. Allerdings scheint die Tablette nicht jedem zu helfen: Jeder und jede fünfte hat die Therapie abgebrochen, zum Beispiel wegen Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit oder Übelkeit. Zugelassen ist das Medikament noch nicht.
In leichten Fällen von Schlafapnoe hilft es übrigens, den eigenen Lebensstil zu ändern: Auf Alkohol verzichten, nicht rauchen und bei starkem Übergewicht hilft auch abzunehmen. Ob Hilfsmittel wie Nasenpflaster oder -sprays etwas bringen, ist nicht richtig untersucht.
