In einer fremden Umgebung schlafen wir in der ersten Nacht oft nicht so gut.

Forschende beschreiben jetzt im Fachmagazin PNAS, was da im Gehirn passiert. Sie haben das bei Mäusen untersucht, sagen aber, dass das ziemlich wahrscheinlich bei uns auch so ist.

Und zwar: In einer neuen Umgebung aktiviert sich ein spezieller Schaltkreis im Angstzentrum. Und diese Nervenzellen funktionieren wie ein Wächter. Das Gehirn schüttet verstärkt Botenstoffe aus, die wach und aufmerksam halten. Und dadurch schlafen wir nur flach und schrecken vielleicht auch ab und zu hoch.

Matthias Wurms, Wissensnachrichten
"Das Gehirn schaltet offenbar auf extreme Wachsamkeit, wenn wir eine Umgebung nicht kennen."

Mechanismus von früher

Die Forschenden sagen, dass der Mechanismus früher unser Überleben gesichert hat - indem er vor Gefahren in der Dunkelheit gewarnt hat.

Wenn das Gehirn die Umgebung als sicher einstuft, schaltet sich der interne Alarm langsam wieder ab. In der zweiten Nacht schläft man dann meist viel besser und tiefer.

Auch in unserem Podcast "Über Schlafen" gings schon mal um die erste Nacht in fremden Betten.