Findet ihr es auch so überraschend, dass man manchmal trotz lauter Partymusik oder Straßenlärm schlafen kann?

Forschende aus der Schweiz haben dafür vielleicht eine Erklärung gefunden. Sie schreiben im Fachjournal Current Biology: Wenn wir einschlafen und langsam in die REM-Phase, also die Traumphase, kommen, blendet unser Gehirn Geräusche von außen immer mehr aus.

Konkret gibt es dann eine Umorganisation der Signalwege. Dadurch erreichen Sinnesreize aus der Umwelt das Gehirn in dieser Schlafphase nicht mehr so leicht. Stattdessen lauscht das Gehirn stärker "nach innen" und verarbeitet Körpersignale wie den Herzschlag.

Die Forschenden haben auch einen Index entwickelt, an dem man ablesen kann, wie stark das Gehirn externen Geräuschen oder Körpersignalen zuhört. Das könnte in Zukunft vielleicht helfen zu bewerten, ob jemand im Koma liegt oder noch minimal bei Bewusstsein ist.