Für manche Bäume scheint das auf den ersten Blick ein Vorteil zu sein. Ein Forschungsteam aus China hat beobachtet, dass Bäume in manchen Großstädten viel weniger von Insekten angefressen werden als auf dem Land.
5.000 Blätter analysiert
Woran das liegen könnte, haben die Fachleute an 30 Bäumen in Peking untersucht, die an großen Straßen stehen. An den Standorten haben sie jeweils die nächtliche Licht-Intensität gemessen und rund 5.000 Blätter analysiert.
Das Ergebnis: Je mehr Licht nachts auf die Bäume fiel, desto härter waren deren Blätter und desto weniger Fress-Schäden gab es. Laut den Forschenden sind zähere Blätter eine typische Verteidigungs-Methode von Pflanzen gegen Insekten.
Problem zieht sich durchs Ökosystem
Wie die Bäume das machen, weiß man aber noch nicht genau. Vielleicht können sie durch das künstliche Licht auch nachts weiter wachsen und haben dann mehr Ressourcen, um den harten Faser-Anteil der Blätter auszubauen.
Die Forschenden sagen: Wenn sich die Stadt-Bäume weniger gut als Futter für Insekten eignen, ist das ein Problem, das sich durchs ganze Ökosystem zieht: Denn weniger Insekten heißt auch weniger Vögel und andere Tiere, die sich von Insekten ernähren.