Wer Schwierigkeiten hat, diese Frage beim Arzt genau zu beantworten, ist damit nicht allein. Ein Team der Universität Lancaster (UK) macht jetzt einen Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir unserem Schmerz einen Preis geben? In Tests haben sie Probanden Schmerzen zugefügt und dann gefragt: Würdest du lieber 10 Pfund nehmen, damit der Schmerz aufhört? Oder 15 Pfund und er geht weiter?
Der Gedanke dahinter ist, das Geld und dessen Wert uns allen als Referenzrahmen vertraut ist. Die Schmerzskala ist dagegen oft abstrakt: Welcher Schmerz ist eigentlich die Referenz also eine 10? Und was ist, wenn der eine den Schmerz als 3 einordnet und die nächste als 5? Wenn der Schmerz mit Geld beziffert werden musste, dann ließen sich die einzelnen Schmerzstufen viel klarer unterscheiden. Außerdem ließ sich die Schmerzstärke unter den Probanden besser vergleichen. Und es gab auch relativ klare Ergbenisse, wann die Probanden lieber weniger Geld haben wollten, dafür aber endlich keine Schmerzen mehr.
