Viele Menschen müssen in ihrem Job "Sitzfleisch" haben - sie arbeiten oft und lang am Schreibtisch.
Niederländische Forschende der Uni Nijmegen haben untersucht, wie lange wir während der Arbeit am Stück sitzen. Ihre Studie haben sie im Fachmagazin PNAS veröffentlicht. Dafür haben sie mehr als 150 Probanden mit Beschleunigungssensoren am Oberschenkel ausgestattet. Sieben Tage lang wurde so gemessen, wann die Probanden aufstehen und wie lange sie stehen oder sitzen.
Lange und kurze Sitzphasen
Es zeigte sich, dass wir aktiver sind als erwartet: Im Schnitt dauerten die Sitzphasen nur 5 bis 6 Minuten. Allerdings gab es lange Sitzphasen und kurze Sitzphasen. Lange Sitzphasen gab es vor allem am Vormittag, am Nachmittag waren die Probanden unruhiger.
Etwa 15 Prozent der Sitzphasen waren länger als 30 Minuten - das ist die Zeitgrenze, ab der die Wissenschaft davon ausgeht, dass das Sitzen für uns schädlich werden kann. Fast jeder Teilnehmende hatte an mindestens einem Tag in der Woche solche langen Sitzphasen.
In der Hocke war´s besser
Wir Menschen haben schon immer gern gesessen - allerdings saßen Menschen früher eher in der Hocke - eine Sitzposition, in der wenige, aber zumindest ein paar Muskeln angespannt werden. Heute sitzen wir dagegen sehr entspannt. Es wird vermutet, dass langes Sitzen unserer Gesundheit schadet und sich selbst mit Sport nach der Arbeit nicht ausgleichen lässt.
