Manche Kinder haben große Probleme mit Mathe – obwohl sie sich anstrengen.
Eine neue Studie im Journal of Neuroscience zeigt: Das liegt nicht nur an fehlender Motivation, sondern auch an Unterschieden im Gehirn. Für die Untersuchung wurden etwa 90 Grundschulkinder getestet. Die Kinder mit besonders schwachen Ergebnissen hatten keine offiziell festgestellte Rechenstörung – zeigten aber messbare Unterschiede in der Hirnaktivität.
Bei ihnen waren vor allem Bereiche weniger aktiv, die helfen, eigene Fehler zu erkennen und Lösungswege anzupassen. Außerdem fiel es vielen schwerer, Zahlen als Symbole zu verstehen. Zum Beispiel fünf Punkte zählen klappte meistens gut – wurde daraus aber die Ziffer 5, war für einige Kinder nicht sofort klar, dass die Zahl genau für diese Menge steht.
Fachleute betonen: Je früher solche Schwierigkeiten erkannt und Kinder gezielt gefördert werden, desto besser sind die langfristigen Chancen.
