Die syrische Übergangsregierung versucht weiter die Einheit des Landes voranzubringen - auch auf Kosten der kurdischen Autonomie.

So wird die kurdische Sprache zwar jetzt offizielles Unterrichtsfach an Schulen, wenn in einer Region viele Kurden leben. Während des Bürgerkriegs allerdings hatten die Kurden im Norden des Landes eine Selbstverwaltung mit eigenen Institutionen und Streitkräften aufgebaut. Dort wurden die meisten Schulfächer auf Kurdisch unterrichtet, nicht nur die Sprache selbst. Das soll jetzt nur noch ein Jahr lang für einzelne Fächer möglich sein. Dann wird in Schulen - bis auf das Fach Kurdisch - grundsätzlich auf Arabisch unterrichtet.

Ex-SDF-Kommandeur wird Präsidentenberater

Schon am Dienstag konnte Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa einen Erfolg vermelden. Da erklärten die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte, SDF, ihre Auflösung und die Eingliederung der kurdischen Selbstverwaltungsbehörde in die staatlichen syrischen Institutionen. Al-Sharaa hat sich allerdings verpflichtet, die Rechte von Minderheiten zu wahren. Ein Zeichen dafür könnte sein, dass er gestern den früheren ⁠Kommandeur ⁠der SDF, Maslum Abdi, zu seinem ‌Berater ernannt hat.