Der Begriff klingt schon nicht gut: Schwangerschaftsvergiftung. Statistisch kommt das bei bis zu fünf von 100 Schwangeren vor.

Bei einer Präeklampsie entsteht ungewöhnlich viel von einem bestimmten Protein – in der Plazenta, die unter anderem das Kind mit Nährstoffen versorgt. In dieser hohen Konzentration kann das Protein der Mutter schaden. Die Erkrankung kann für Mutter und Kind lebensbedrohlich werden. Deshalb wird bei einer schweren Präeklampsie das Kind oft noch weit vor dem Geburtstermin per Kaiserschnitt geholt.

Ein internationales Forschungsteam präsentiert im Fachmagazin Nature Medicine einen Lösungsansatz: eine Blutwäsche, so ähnlich, wie sie auch Menschen mit Nierenproblemen bekommen. Dabei wird ganz gezielt dieses Protein aus dem Blut gefiltert. Sie haben die Methode erst mit Affen, dann auch mit 16 Schwangeren erfolgreich getestet.

Ziel ist es, die Schwangerschaft um einige Tage oder Wochen zu verlängern und so Zeit zu gewinnen, bis eine Entbindung für Mutter und Kind sicherer ist.