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Forensische DNA-Genealogie - der Begriff klingt erstmal sperrig.

Für Ermittler steckt dahinter eine Möglichkeit, Kriminalfälle aufzuklären, bei denen andere Ansätze gescheitert sind. Die Voraussetzung: eine genetische Spur des Täters oder der Täterin, also so etwas wie ein Blutfleck.

In Schweden ist jetzt mithilfe des forensischen DNA-Genealogie erstmals in Europa ein Mörder ermittelt worden. Die Ermittler fahndeten mit einer DNA-Spur vom Tatort in kommerziellen Gen-Datenbanken nach möglichen entfernten Verwandten des Täters oder der Täterin. Dann arbeiteten sie sich durch Stammbäume und Daten aus Geburtsregistern und anderen Quellen - und wurden fündig. Auch in den USA wurden Kriminalfälle so schon aufgeklärt.

Es gibt einen Haken

Die Methode nutzt Daten aus Gen-Datenbanken kommerzieller Ahnenforscher; das letzte Wort in Sachen Datenschutz ist hier also noch nicht gesprochen. Das Forschungsmagazin Science hat schon vor drei Jahren analysiert, dass es für eine Analyse ausreicht, wenn sich etwa jede hundertste Person bei Gen-Datenbanken registrieren lässt. Vor allem in den USA haben das viele Leute getan, etwa bei Anbietern wie MyHeritage oder Igenea.