Ein Forschungsteam der Uni Bonn hat festgestellt, dass wir eine Art Knick in der Optik haben. Auf unserer Netzhaut gibt es zwei Arten von Fotorezeptoren: Stäbchen und Zapfen. Die sind vergleichbar mit den Pixeln bei einer Digitalkamera - doch anders als bei der Digitalkamera sind die Stäbchen- und Zapfenrezeptoren auf unserer Netzhaut unterschiedlich groß und nicht gleichmäßig verteilt. Die meisten - nämlich bis zu 200.000 - liegen in der Mitte, also in unserem Fokus. Am Netzhaut-Rand sind es nur etwa 5000.
Bisher dachte man, dass wir unsere Augen so ausrichten, dass das Bild genau an die zentrale Stelle der Netzhaut mit den meisten Rezeptoren fällt. Doch wie die Forschenden aus Bonn in laserbasierten Analysen fesgestellt haben, ist das nicht so: Stattdessen liegt das, was wir sehen, etwas in Richtung Nase und nach oben verschoben. Sie spekulieren, dass dieser Versatz einen Vorteil für das Sehen mit zwei Augen mit sich bringen könnte.
