Die Zahl der Menschen, die sehbehindert oder blind sind, ist in den letzten drei Jahrzehnten gesunken.

Sie könnte aber bald wieder steigen, sagt der Verband für Blindheitsverhütung (IAPB), der im Fachmagazin The Lancet einen "Sehkraft-Atlas" veröffentlicht hat. Fazit: Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, bis 2019 die vermeidbaren Ursachen von Blindheit und Sehbehinderung um ein Viertel zu reduzieren, ist kaum noch erreichbar. Stattdessen wird der Anteil der Betroffenen nach Ansicht des IAPB bis 2020 um knapp sechs Prozent steigen. Vermeidbare Ursachen von Blindheit oder Sehbehinderung sind zum Beispiel der Graue Star oder Fehlsichtigkeit, die nicht korrigiert wird.

In den kommenden Jahren es laut IAPB immer mehr Menschen geben, die wegen Diabetes schlechter sehen können. Auch die Tatsache, dass die Menschen älter werden, wird die Zahl der Betroffenen steigen lassen.

Weltweit waren 2015 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen sehbehindert. Die allermeisten von ihnen leben in Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen.