Wer älter wird, braucht irgendwann eine Lesebrille. Denn die Augen können dann nahe Objekte wie Text schlechter fokussieren.
Eine Alternative zur Brille könnten Augentropfen sein, die Betroffene zwei oder dreimal am Tag nehmen. Diese Idee hat eine Forscherin aus Argentinien auf einem Kongress (ESCRS) in Kopenhagen vorgestellt. Ihre Studie mit mehr als 750 Patienten und Patientinnen ergab, dass die Tropfen halfen, wieder besser ohne Brille lesen zu können. Wie gut das klappte und wie hoch die Dosis sein musste, hing aber davon ab, wie stark die Altersfehlsichtigkeit bei den Probanden war.
In den Augentropfen steckten zwei Wirkstoffe: Einer verengt die Pupillen und zieht den Muskel zusammen, der das Auge an die verschiedenen Entfernungen anpasst. Der andere Wirkstoff soll Entzündungen verhindern. Bis solche Tropfen breit verwendet werden können, sind aber noch weitere Studien nötig.
