Istanbul sitzt auf einer seismischen Zeitbombe: Der türkischen Metropole droht irgendwann ein großes Erdbeben.
Die Forschung geht schon länger davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Erde da heftig beben wird. Neue Unterwassermessungen auf Basis akustischer Signale bestätigen diese Gefahr jetzt. Und: Forschende geben im Fachmagazin Nature Communications auch erstmals eine Schätzung ab, wie stark das befürchtete Erdbeben werden dürfte - zwischen 7,1 und 7,4 auf der Richterskala.
Der Grund sind zwei tektonische Platten unter dem Marmara-Meer. Sie sind an der nordanatolische Verwerfung so ineinander verhakt, dass sich gefährliche Spannungen aufbauen - weil sich die Platten eigentlich bewegen. Wenn sich die Blockade plötzlich auflöst, entsteht das Erdbeben. Unklar ist aber weiter, wann das passieren wird. Ein Beben der Stärke 7,5 gab es in Istanbul zuletzt im Jahr 1766. Es verursachte schwere Schäden.
