Wie genau sie zusammenhängen, bleibt unklar, aber: Mond- und Menstruationszyklus können ziemlich synchron ablaufen.

Im Fachmagazin Science Advances schreiben Forschende jetzt aber, dass sich der weibliche Zyklus in den letzten Jahrzehnten vom Mondzyklus entkoppelt hat. Sie haben Menstruationsaufzeichnungen der letzten 50 Jahre ausgewertet. Heraus kam, dass sich die Zyklen etwa seit dem Jahr 2010 stark voneinander abgekoppelt haben, der weibliche Zyklus ist seitdem kürzer geworden.

2010 ist der Zeitpunkt, als LEDs den Markt erobert haben und die Menschen damit mehr blaues Licht abbekommen haben. Außerdem hat sich ihre Bildschirm-Zeit stark ausgedehnt. Deswegen die Hypothese der Forschenden: Das künstliche Licht und mehr Licht nachts "stören" die Kopplung der Monduhr an den inneren menschlichen Mondzyklus.

Insgesamt bleibt bei dieser Grundlagenforschung aber unklar, wie genau der Mond Einfluss auf den menschlichen Organismus nimmt. Denkbar ist, dass die Anziehungskraft, die auch Ebbe und Flut verursacht, wirkt, oder auch das Licht des Mondes. Die Studienergebnisse könnten für weitere Forschung zu Fruchtbarkeit und Empfängnisverhütung relevant sein.