In Tansania plant die Regierung im berühmten Serengeti-Nationalpark neue Tourismusprojekte.
Unter anderem sollen in der sogenannten "Ngorongoro Conservation Area" Gebiete für die Trophäen-Jagd von Büffeln, Elefanten und Löwen eingerichtet werden. Das passiert offenbar auf Kosten der dort lebenden Maasai.
Menschenrechtsexperten der UNO werfen der Regierung von Tansania vor, die indigene Bevölkerung gezielt zu vertreiben. Etwa 100.000 Menschen könnten davon betroffen sein. So habe die Regierung im Ngorongoro-Schutzgebiet den Zugang zu Weideflächen, Wasserquellen und Kulturstätten beschränkt und Gesundheitseinrichtungen und Schulen geschlossen.
Gewalt gegen Maasai
Die UNO-Vertreter verweisen auf Berichte, wonach Maasai, die sich gegen Vertreibungen und Umsiedlungen wehrten, willkürlich verhaftet und von Polizisten schikaniert und eingeschüchtert wurden. Sie fordern das sofort zu stoppen.
Das Land der Maasai grenzt an den Nationalpark. Laut UNO wurden sie zu den Plänen der Regierung nicht gefragt.
