Überdurchschnittlich viele Kinder werden im September geboren und die Erklärung dafür ist oft, dass die Menschen es sich im kalten Winter gemütlich machen und mehr Sex haben. Aber: Auch auf der Südhalbkugel werden im September mehr Kinder geboren und dort sind die Jahreszeiten ja umgekehrt.

Forscher aus den USA und Portugal stellen jetzt eine neue Theorie auf. Sie meinen, dass es nicht am Winter liegt, dass Menschen mehr Sex haben, sondern an freien Tagen. Sie haben Internet-Suchanfragen und Twitter-Posts ausgewertet und festgestellt, dass Menschen an den Feiertagen stärker an Sex interessiert sind. Christlich geprägte Gesellschaften zeigten auf beiden Erdhalbkugeln vor allem rund um Weihnachten mehr Interesse an Sex, muslimisch geprägte Gesellschaften vor allem rund um das Fest des Fastenbrechens nach dem Ramadan. Die Forscher stellten fest: Etwa neun Monate nach diesen Festen wurden mehr Kinder geboren. Sie gehen davon aus, dass der Geburten-Boom nichts Biologisches ist, sondern eher etwas Kulturelles - also dass er nicht von Jahreszeiten abhängt, sondern von Feiertagen.