Menschen bis 24 haben ein deutlich höheres Risiko, sich bei der Arbeit zu verletzen, als ihre älteren Kolleginnen und Kollegen. In den USA zum Beispiel ist das Risiko dafür mehr als doppelt so hoch, verglichen mit Über-24-Jährigen.
Im Wissenschaftsportal "The Conversation" erklärt eine Professorin der University of Iowa, warum das so ist. Sie sagt es gibt drei Hauptursachen: Zum einen sind die jungen Mitarbeitenden unerfahren, sie kennen also weniger gefährliche Situationen als ihre älteren Kolleginnen und Kollegen.
Zum anderen entwickelt sich der Körper der jungen Mitarbeitenden noch. Sie könnten also kleiner sein und weniger Kraft haben, oder der Sicherheitsausrüstung passt nicht richtig, weil sie zu groß ist.
Und als dritten Grund nennt die Gesundheitswissenschaftlerin, dass sich viele junge Leute nicht trauen, Fragen zu stellen, wenn sie zum Beispiel eine Anweisung nicht verstanden oder Sicherheitsbedenken haben. Demnach haben sie Angst unqualifiziert zu wirken, wenn sie um Hilfe bitten.
Die Professorin rät Unternehmen deshalb, gerade mit jungen Angestellten Arbeitsabläufe und Sicherheitsvorkehrungen durchzusprechen. Und dann auch sicherzugehen, dass sie alles verstanden haben.
