Bei wärmeren Temperaturen klingen Paarungsrufe von Frosch-Männchen für die Weibchen deutlich verlockender.

Das zeigt eine Feldstudie der Uni Kalifornien in Davis. Das Forschungsteam hat beobachtet, dass Sierra-Laubfroschmännchen immer schneller quaken, je wärmer es im Teich wird. Eine Studienautorin sagt, das höre sich irgendwann fast verzweifelt an - aber für die Frosch-Weibchen klingt das dann wohl besonders sexy. In der Studie quakten die Männchen bei einer Teichtemperatur von rund 16 Grad Celsius am schnellsten. Dass die Fortpflanzung erst dann stattfindet, ist durchaus sinnvoll, denn im wärmeren Wasser ist es wahrscheinlicher, dass der Nachwuchs überlebt.

Durch den Klimawandel erwärmen sich die Gewässer immer früher im Jahr. Das könnte die Paarungszeit der Frösche nach vorne verschieben. Die Folgen davon lassen sich schwer einschätzen, heißt es in der Studie. Frösche und andere Amphibien haben besonders stark mit dem Klimawandel zu kämpfen. Rund 41 Prozent gelten als vom Aussterben bedroht.