Doch wie viel hat das mit der menschlichen Musikalität und der Evolution zu tun? Das wollte ein Forschungsteam herausfinden - und hat eine kleine Studie mit Haushunderassen gemacht, die genetisch noch recht nah am Wolf dran sind: Samojeden aus Sibirien und Shibas aus Japan. Dazu machten sechs Besitzer Videos von ihren Hunden, wie sie Musikstücke u.a. von Lady Gaga mitjaulen. Dabei war das Lied entweder im Original zu hören oder in einer Version, die etwas höher oder tiefer war. Zumindest die Samojeden-Hunde passten ihre Tonhöhe tatsächlich an, wenn auch nicht immer perfekt. So etwas ist wichtig, um z.B. im Chor zu singen.
Das Studienteam findet es spannend, dass Hunde offenbar musikalisch sind, auch wenn sie nicht sprechen können. Das spricht gegen die Theorie, dass die Entstehung von Musik mit der Entwicklung von Sprache in der Evolution zu tun hat. Auch von Wölfen ist bekannt, dass sie als Rudel im Chor jaulen. Oft mit unterschiedlichen Tonhöhen - wohl damit das Rudel größer klingt.
Die Studie ist vor kurzem im Fachjournal Current Biology erschienen.
