Wenn ihr im Museum das Skelett eines Tieres seht - habt ihr euch schon mal gefragt, wie das so blitzeblank poliert worden ist?

Oft werden dafür Enzyme oder Chemikalien genutzt - das dauert aber lange und ist wegen möglicher Giftstoffe nicht ungefährlich. Deshalb werden auch häufig Speckkäfer genutzt: Die fressen Fleisch, Sehnen und andere Weichteile einfach ab. Das Problem: Wenn ein paar der Tiere entwischen, sind ganze wissenschaftliche Sammlungen und Ausstellungen gefährdet.

Im Fachmagazin Plos One plädieren Forschende deshalb dafür, Schwarzkäfer-Larven zu nutzen - sogenannte Superwürmer oder Zophobas morio: Die haben stärkere Mundwerkzeuge und ein längeres Larvenstadium. Dadurch sind sie extrem schnell und effizient, wenn es darum geht, Knochen zu entfleischen. Werden sie in großen Gruppen gehalten, hemmt das ihre Verpuppung. Und sollten sich doch Schwarzkäfer aus ihnen entwickeln, sind die nicht so mobil wie Speckkäfer und fressen außerdem nur selten Haut, Fell oder Federn.