Ein Forschungsteam hat diese jetzt bei 18 Skorpion-Arten genauer untersucht - und entdeckt, dass die Skorpione darin extra Metalle einlagern, um ihre Waffen zu verstärken. Das Team berichtet im Journal of The Royal Society Interface, dass die Tiere zum Beispiel Zink, Mangan und Eisen in ihren Waffen speichern - und das nicht einfach gleichmäßig. Sondern die Stoffe werden gezielt eingelagert. Zink verstärkt die feine Spitze der Stacheln und sorgt dafür, dass sie nicht direkt abbricht. Darunter sorgt eingelagertes Mangan für Stabilität. An den Scheren sind die Metalle wie Zink und Eisen fast nur an der Schneide zu finden und panzern so gezielt den Teil, der beim Zuschnappen am meisten belastet wird.
Die Forschenden stellten auch fest: Die Verteilung der Metalle läuft nicht bei allen Skorpionen gleich, sondern hängt auch mit deren Jagdverhalten zusammen. Die Arten, die mit ihrem Stachel jagen, lagern dort mehr Metalle ein - und die Scherenjäger stärken überwiegend ihre Klauen.
Skorpione zählen übrigens zu den ältesten Landtieren der Welt. Sie sind seit rund 430 Millionen Jahren auf der Erde unterwegs.
