Ein scheinbar perfektes Familienleben mit süßen Kindern - das posten einige Influencer auf Social Media. Und verbinden das Ganze mit Werbung.

Dieses "Family-Influencing" ist laut Fachleuten zu einem ziemlich lukrativen Geschäftsmodell geworden. Forschende vom Leibniz-Institut für Medienforschung haben sich das Ganze genauer angeschaut. Sie haben gut 350 deutschsprachige Profile untersucht, die zusammen fast 110 Millionen Follower erreichen. Mehrere Landesmedienanstalten hatten das in Auftrag gegeben. Das Team wollte herausfinden, wie Kinder auf Social Media dargestellt werden - und welche Risiken das hat. Das Ergebnis: Ein Drittel der Influencer zeigt klar erkennbar ihre Kinder. Und ein Posting klickt sich besonders gut, wenn dort Kinder zu sehen sind.

Die Forschenden sagen, dafür zahlen die Kinder einen hohen Preis: Ihre Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte werden verletzt. Vor allem, wenn sie in intimen Situationen zu sehen sind - z.B. auf dem Wickeltisch oder bei Wutanfällen. Die Landesmedienanstalten haben jetzt Empfehlungen für Influencer rausgegeben: Verantwortungsbewusst Bilder von ihren Kindern zu posten und sie am besten zu verpixeln. In verletzlichen Momenten sollten sie nie gezeigt werden.