Australien hat im Dezember als erstes Land der Welt ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eingeführt.

Eine kleine Studie im British Medical Journal zeigt jetzt: Gebracht hat's wenig. Kurz bevor das Verbot in Kraft trat, hatten Forschende mehr als 400 junge Social-Media-Nutzende befragt und drei Monate später noch einmal. Dabei zeigte sich, dass die meisten Jugendlichen nach wie vor täglich zweieinhalb bis vier Stunden auf Instagram, Tiktok und Co verbringen. Die meisten umgehen das Verbot einfach, indem sie sich Fake Accounts erstellen oder die Konten von Älteren mitnutzen.

Bei den 12- bis 13-Jährigen gab es der Studie zufolge kaum Veränderungen, die 14- bis 15-Jährigen nutzten die sozialen Medien nur etwas weniger und bei den Über-16-Jährigen stieg die Nutzung an.

Nach Australien haben noch einige weitere Länder Social-Media-Verbote eingeführt und auch in Deutschland wird es derzeit diskutiert. Eine Kommission hatte am Mittwoch vorgeschlagen, eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren einzuführen, oder nur bestimmte Angebote zu verbieten, je nachdem wie riskant sie sind.