Polarlichter erscheinen eigentlich in der Nähe von Nord- und Südpol. Diesen November waren sie sogar in Deutschland zu sehen.

Die Lichter entstehen, wenn Stürme auf der Sonne aufgeladene Teilchen ins All schleudern, die in der Erdatmosphäre ankommen. Ein internationales Forschungsteam untersucht, welche Vorboten es für Sonnenstürme gibt, damit sich Menschen besser vorbereiten können. Denn die Polarlichter können zum Beispiel den Funkverkehr stören.

Das Team hat ein Polarlicht-Ereignis vor 151 Jahren untersucht. Das war so extrem, dass Telegrafenämter weltweit Ausfälle meldeten. Sogar kurz überm Äquator in der Karibik wurden Nordlichter gesichtet. Die Studie zeigt, dass die Anzahl der Sonnenflecken in den Tagen vor den Polarlichtern sprunghaft angestiegen ist. Damals hatten Astronomie-Fachleute in Observatorien die Sonne beobachtet und Skizzen von Flecken gemacht. Die Forschenden jetzt können durch ihre Berechnungen sogar genau sagen, welche der damals skizzierten Sonnenflecken die Polarlichter ausgelöst haben müssen.

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https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-4357/acc6cc

The Extreme Space Weather Event of 1872 February: Sunspots, Magnetic Disturbance, and Auroral Displays. 2023 December 1.