Auf der Arbeit oder in der Schule: Fällt es eigentlich auf, wenn bestimmte Gruppen gar nicht dabei sind?

Offenbar gibt es bei vielen einen blinden Fleck, wenn zum Beispiel Frauen oder ethnische Minderheiten fehlen. Das wird erst dann bemerkt, wenn extra darauf hingewiesen wird. Das zeigt eine internationale Studie mit Teilnehmenden aus den USA und Israel.

Egal welche politische Überzeugung jemand hatte, egal welcher ethnischen Minderheit man selbst angehörte: Es zeigte sich bei verschiedenen Experimenten immer wieder, dass die Abwesenheit einer Gruppe kaum bemerkt wurde. Es fiel viel eher auf, wenn zum Beispiel nur eine Frau in der Neuro-Chirurgie war oder nur ein Mann im Kindergarten arbeitete. Die Forschenden sagen, dass es vor allem darum geht, wen man in einem sozialen Setting üblicherweise erwartet. Die einfache Frage: "Welche Gruppe fehlt?" könne dagegen schon viel auslösen.