Drei Verhaltensforscherinnen der Uni Bielefeld haben mehr als 200 wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema analysiert. Verkehrslärm, künstliches Licht und fehlende Verstecke: all das sind mögliche Stressfaktoren für Stadttiere und beeinflussen ihr Verhalten. Zum Beispiel reagieren Rotkehlchen bei Stadtlärm besonders aggressiv auf Eindringlinge. Australische Malurus-Vögel interagieren weniger miteinander, weil der Lärm ihre Kommunikation stört. Und männliche grüne Frösche sind bei künstlichem Licht nachts leiser, damit Fressfeinde sie nicht entdecken.
Die Forscherinnen sagen, dass es in dem Bereich noch erhebliche Wissenslücken gibt. Zu Vögeln gebe es zwar relativ viele solcher Verhaltensstudien, aber Reptilien und Insekten seien deutlich unterrepräsentiert.
