Ehrlich, fair und gütig - das sind wir Menschen nicht unbedingt von Geburt an.

Im Fachmagazin Science Advances bestätigt ein Studienteam: Dafür sorgt die Erziehung, das gilt für verschiedenste Kulturen. Das Team hat das Verhalten von 400 Kindern aus Nordamerika, Uganda und Peru analysiert - sowie von einem Jäger- und Bauernvolk in Ecuador. In einem Spiel ging es unter anderem darum, zu teilen, zu vergeben und ehrlich zu sein, auch wenn es einem selbst schadet.

Umwelt hat Einfluss

Die kleineren Kinder dachten dabei noch in erster Linie an sich selbst, je älter sie waren, desto mehr folgten sie den Normen der Erwachsenen ihrer jeweiligen Kultur. Einfluss auf das Verhalten hat auch die Umwelt: Im ressourcen-armen Umfeld der Jäger- und Bauern versuchten Kinder zum Beispiel besonders wenig Ressourcen zu verschwenden.

Die Forschenden sagen, dass vor allem die mittlere Kindheit zwischen sechs und zwölf entscheidend ist für das Lernen von Normen und Sozialverhalten.