Forschende der Uni Rostock haben das jetzt erstmals auch für das Metall Lithium nachgewiesen: Mit einem Laser-Scanner entdeckten sie in der oberen Atmosphäre, in fast 100 Kilometer Höhe, eine Lithiumwolke. Eine natürliche Ursache konnten sie nicht finden - am Vortag war dort aber eine SpaceX-Rakete von Elon Musk verglüht. Das Team konnte nachweisen, dass das gemessene Lithium vor allem aus Lithium-Ionen-Batterien stammt - und aus Lithium-Aluminium-Legierungen, mit denen Raketenrümpfe verkleidet sind.
Die Forschenden teilten ihre Erkenntnisse auch mit SpaceX, bekamen aber keine Antwort. Im Fachmagazin „Communications Earth & Environment“ warnen sie, dass die verstärkten Raumfahrt-Aktivitäten - unter anderem durch zehntausende Starlink-Satelliten - der oberen Atmosphäre schaden, die die Erde vor kosmischer Strahlung schützt.
