Spanien ist eins der Länder, in dem Hitzewellen in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich immer intensiver werden - durch die Klimaerwärmung.

Wie sich das auf das alltägliche Leben auswirken könnte, beschreiben Forschende im Fachmagazin PNAS Nexus. Sie haben Mobilfunkdaten von 13 Millionen Menschen in Spanien ausgewertet - und so untersucht, wie Hitze die Bewegung verändert. Dabei zeigte sich, dass die Mobilität an heißen Nachmittagen um 20 Prozent abnimmt. Am stärksten war der Effekt bei älteren Menschen. Bei Menschen mit geringerem Einkommen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Mobilität einschränken, geringer als bei Wohlhabenden - möglicherweise, weil sie nicht auf Arbeit verzichten können oder weniger im Homeoffice arbeiten können.

Die Forschenden halten es für wahrscheinlich, dass die soziale Durchmischung durch mehr Hitze abnimmt und dass die Innenstädte weniger lebendig werden. Außerdem könnten sich Outdoor-Aktivitäten auf die Abend- und Nachtstunden verlagern.