Seit der Atomkatastrophe vor 40 Jahren sind große Gebiete rund um das ehemalige Kraftwerk atomar verseucht und Sperrgebiet. Diese Sperrzone haben sich Elche, Rothirsche und Wölfe als Lebensraum erobert - und (auch) Kühe. Ein Forschungsteam beschreibt im Fachmagazin "Mammal Research", wie dort aus ehemaligen Hausrindern wieder wilde Tiere geworden sind.
Das Interessante für die Forschenden: Obwohl die Tiere tausende Jahre menschlicher Haltung hinter sich haben, können sie offenbar relativ problemlos wieder in wilden Herden zusammenleben. Sie zeigen zum Beispiel spezielle Verhaltensweisen, um ihren Nachwuchs vor Raubtieren zu schützen.
Hausrinder stammen von Auerochsen ab. Die letzten Exemplare von diesen Wildrindern wurden vor mehreren hundert Jahren ausgerottet.
