Manche Spinnen hören ihre Beute - mit den Beinen.
Das haben Forschende bei einer Unterart der Kescherspinnen festgestellt. Die hängt nachts kopfüber von ihrem Netz und holt sich ihre Beute, wenn die an ihr vorbeifliegt - indem die Spinne ein zweites Netz auswirft, das sie vorher schon zwischen ihren Vorderbeinen bereithält. Ihre Augen braucht sie nicht, um die Insekten zu orten - vermutlich hilft ein besonderes Organ an den Beinen der Spinne.
Als die Forschenden den Spinnen Geräusche vorspielten, die wie Insekten klangen, konnten sie in den Spinnenbeinen nämlich eine erhöhte Nervenaktivität feststellen. Auf das Geräusch hin warfen die Spinnen dann auch ihre Netze aus, um die vermeintliche Beute zu fangen.
