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Die AfD hat von allen großen deutschen Parteien das sprachlich am wenigsten verständliche Wahlprogramm.

Zu diesem Ergebnis kommt eine softwaregestützte Untersuchung, die die Universität Hohenheim erstellt hat. Noch ist die Studie nicht veröffentlicht. Sie liegt der Welt am Sonntag vor.

Minuspunkte vergaben die Forscher zum Beispiel für überlange Sätze und viele Schachtelsätze. Auch zusammengesetzte Wörter, die im allgemeinen Sprachgebraucht unbekannt sind, wurden schlecht bewertet.

"Die vermeintliche Volksnähe, die die AfD für sich beansprucht, pflegt sie in ihrer Sprache überhaupt nicht."
Frank Brettschneider, Uni Hohenheim, in der Welt am Sonntag

Die beste Note in Sachen Lesbarkeit erhielt die Union für ihr Bundestags-Wahlprogramm. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Grüne und Linke. Die FDP muss sich mit Platz vier begnügen. Die SPD landet auf dem fünften Platz. Dahinter landete das Wahlprogramm der AfD.

Damit ähneln die Ergebnisse einer Studie der Uni Hohenheim zur Europawahl 2014. Schon damals hatte die AfD beim Verständnis-Test schlecht abgeschnitten, mit Wort-Kombinationen wie "konfiskatorische Staatseingriffe". Eine politische Wertung ist die Studie aber nicht, betonen die Forscher. Co-Autorin Lucie Buttkus sagte zur Europawahl-Studie: "Unfug wird nicht dadurch richtig, dass er formal verständlich formuliert ist. Und unverständliche Formulierungen bedeuten nicht, dass der Inhalt falsch ist."