Konkret haben Forschende der University of British Columbia in Kanada mehrere Untersuchungen zu ballistischen Gutachten, Drogenspürhunden und Blutflecken neu ausgewertet. Sie sagen: Beim Zuordnen von Patronenhülsen und Kugeln zu bestimmten Schusswaffen passieren oft Fehler. Drogenspürhunde erschnüffeln oft Drogen, wo gar keine sind - weil sie falsch trainiert wurden, weil es Restgerüche gibt oder ihre Hundeführer sie beeinflussen. Und auch die Analyse von Blutflecken, um eine Tat zu rekonstruieren, klappt oft nicht gut.
Die Hauptautorin der Studie sagt: Ballistische Gutachten, Drogenspürhunde und Blutfleckenanalysen sind in vielen Ländern weltweit vor Gericht anerkannt. Weil diese Methoden so fehleranfällig sind, sollten dafür aber viel strengere Maßstäbe gelten.
