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Vielleicht ist München als Stadt älter als gedacht.

Bisher gilt 1158 als Gründungsdatum der Stadt, weil das das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung ist. "apud Munichen" heißt es da, also "bei den Mönchen". Bisher hatte auch die Stadtarchäologie kaum Spuren von älteren Bauten entdeckt. Letztes Jahr ist in der Münchner Altstadt aber ein mittelalterlicher Siedlungskern gefunden worden. Jetzt sind die Funde analysiert worden, und sie reichen ins frühe 12. oder sogar ins 11. Jahrhundert zurück. Es sind Reste von Holzbauten, Ofenanlagen und vor allem viel Keramik.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sagt, bisher habe niemand vermutet, dass es dort schon so früh öffentliches Leben gab. Die Siedlung blieb offenbar auch nach dem Bau der Münchner Stadtmauern noch eine Zeit lang erhalten und wurde zu einer Vorstadtsiedlung. Möglicherweise gab es dort Werkstätten für feuergefährliche Arbeiten, wie Metallverarbeitung. In der Barockzeit wurde das Gebiet überbaut, erst jetzt ist es bei Bauarbeiten wieder sichtbar geworden.

Auch bevor München Stadt wurde, gab es dort schon Menschen. Die ersten größeren Funde gehen ins 5. Jahrtausend vor Christus zurück, in die Jungsteinzeit.