Vor zwei Wochen gingen Schlagzeilen um die Welt, dass es einem Team von Forschenden aus den USA und England gelungen ist, aus Stammzellen ein Embryo-Modell zu züchten - ohne Eizelle und Samenzelle. Das wirft Fragen auf: ethische und wissenschaftliche. Deshalb hat das Fachblatt Nature die Daten des Teams jetzt unüberarbeitet veröffentlicht, damit auch andere Gruppen sich schnell ein Bild machen können. Die Forschenden beschreiben, wie sie die Stammzellen manipuliert haben und das Zellgebilde haben wachsen lassen. Das Experiment wurde nach zwei Wochen beendet - wie in England vorgeschrieben. In diesem Stadium hat ein Embryo weder ein schlagendes Herz, noch Ansatz für ein Hirn.
Daten öffentlich gemacht
Inzwischen ist in diesem Forschungsbereich ein Wettlauf entstanden: Vor wenigen Tagen hat auch ein israelisches Team gesagt, dass es ein künstliches Embryo-Modell erschaffen hat und erste ungeprüfte Ergebnisse veröffentlicht.
Forschung an künstlichen Embryos könnte helfen, mehr über die Entwicklung des Menschen herauszufinden und darüber, warum so viele Embryos im frühen Stadium der Schwangerschaft abgehen. Allerdings sagen Fachleute, dass geregelt werden muss, wie solche künstlich hergestellten Embryos geschützt werden.
