In Südkorea sorgt eine Werbekampagne von Starbucks für Kritik und Boykottaufrufe.

Die Kaffee-Kette hatte gestern eine Rabatt-Aktion mit dem Namen "Tank Day" gestartet. Laut dem Unternehmen ging es um besonders große Kaffeebecher. Viele in Südkorea fühlten sich bei dem Begriff "Tank" aber an Panzer erinnert. Und sahen das vor allem deshalb kritisch, weil die Werbeaktion auf einen wichtigen Jahrestag fiel: Gestern ist in Südkorea an den demokratischen Aufstand in der Stadt Gwangju erinnert worden. Am 18. Mai 1980 setzte die damalige Militärregierung Panzer ein, um pro-demokratische Demonstrationen niederzuschlagen. Hunderte Menschen wurden getötet. In Südkorea gilt der Tag als nationales Trauma.

Auch Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat sich eingeschaltet und Starbucks für die Aktion kritisiert. Die Kette hat sich inzwischen entschuldigt - und ihren Geschäftsführer in Südkorea entlassen.