Bei einer Sepsis reagiert der Körper über, wenn er eine Infektion abwehren will - und schädigt die eigenen Organe. Vor allem, wenn noch ein septischer Schock dazu kommt, wird es lebensgefährlich - trotz Behandlung.

Die bisherigen Behandlungsansätze - unter anderem mit Antibiotika - können bisher oft nicht verhindern, dass die Sepsis-Opfer sterben. Das Team einer Studie im Fachjournal Frontiers in Immunology liefert jetzt eine Idee für ein neues Behandlungs-Element. Möglicherweise könnten Statine dabei helfen, das Sterberisiko zu senken. Die Medikamente sind schon als Cholesterinsenker bekannt - und dafür, dass sie vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Das Studienteam hat aber auch beobachtet, dass Menschen mit schwerer Sepsis ein besseres Überlebensrisiko hatten, wenn sie neben der normalen Behandlung Statine bekamen. Das könnte an der entzündungshemmenden Wirkung liegen.

Die Daten für die Studie stammen aus aus einer rückwirkenden Beobachtung von rund 20.000 Intensivstation-Patienten in den USA. Die chinesischen Forschenden sagen, man sollte die Spur mit den Statinen weiter verfolgen. Sepsis ist (laut der WHO) weltweit eine der häufigsten Todesursachen. In Deutschland sterben laut einer vorsichtigen Schätzung im Krankenhaus doppelt so viele Menschen daran wie an Schlaganfall und Herzinfarkt zusammen.