Wochenlang Trockenheit und Hitze, oder es hört einfach nicht auf zu regnen - Dahinter stecken Staus in der Atmosphäre. Die nämlich ist durchzogen von Luftströmungen, die dafür sorgen, dass Hoch- und Tiefdruckgebiete über uns hinwegziehen - eigentlich. Denn dieses atmosphärische Förderband gerät immer öfter ins Stocken und Schuld daran ist der Klimawandel.

Ein US-Forschungsteam hat Wetterdaten von 1950 bis heute ausgewertet. In ihrer Studie im Fachmagazin PNAS kam heraus: Diese Staus in der Atmosphäre treten inzwischen dreimal so häufig auf wie noch vor 70 Jahren.

Durch den Klimawandel erwärmt sich die Arktis überproportional stark. Deshalb ist der Temperaturunterschied zwischen kalten Polargebieten und warmen Tropen geringer, den Luftströmungen fehlt der Antrieb und sie geraten ins Stocken.

Außerdem heizt sich das Land im Vergleich zum Meer wegen des Klimawandels stärker auf. Das kann lokale Luftströmungen verursachen, die die globalen Strömungen stören.

Die Forschenden sagen, dass Klimamodelle diesen Effekt bisher nicht ausreichend berücksichtigen. Das Risiko für sommerliche Hitzeperioden ist deshalb vielleicht höher als bisher prognostiziert.