In einer Untersuchung in Brasilien zeigte sich aber, dass zumindest die Mücken dort eine Vorliebe hatten für Menschen. Die Forschenden haben in zwei Naturschutzgebieten hunderte Stechmücken gefangen. Bei 24 Moskitos konnten sie feststellen, woher das Blut kam, das sie gesaugt hatten. DNA-Merkmale verrieten, dass der Wirt bei drei Vierteln ein Mensch war.
Auch wenn die Studie sehr klein ist, sprechen die Forschenden von einer möglichen Tendenz. Sie vermuten, dass die Mücken durch die Vernichtung von Regenwald weniger Tiere zum Stechen finden - weil deren Lebensraum abgeholzt wurde. Stattdessen sind auf den gerodeten Flächen öfter Menschen.
Das Problem: Viele der untersuchten Stechmückenarten können Krankheiten übertragen. Zum Beispiel die Asiatische Tigermücke, die sich seit einiger Zeit auch in Deutschland ausbreitet.
