Wann haben die Menschen angefangen, Kriege gegeneinander zu führen?

Eine ältere archäologische Studie hat gezeigt, dass Menschen in der Mittelsteinzeit plötzlich öfter an schweren Verletzungen gestorben sind. Vor 15.000 bis 5.000 Jahren wurden die Jagenden und Sammelnden langsam sesshaft und damit offenbar feindlicher.

Das Ergebnis bestätigt jetzt eine mathematische Re-Analyse der Uni Koblenz. Sie hat auch statistisch einen Anstieg zum Beispiel an tödlichen Verletzungen durch Klingen und Pfeile nachgewiesen. Das passt zur These, dass kriegerische Auseinandersetzungen mit der Sesshaftigkeit aufgekommen sind.

Die Forschenden sagen: Vorher haben Jagende und Sammelnde Gewalt gegeneinander vermieden, denn es gab kaum Eigentum oder Landbesitz. Einem Konflikt sind sie ausgewichen, indem sie in andere Gebiete weitergezogen sind statt im Kampf den Tod zu riskieren. Damals gab's auch keine Untertanen, die Herrschende in einen Krieg zwingen konnten. Das änderte sich laut Studie erst mit der Sesshaftigkeit, der Landwirtschaft und dem, was wir Zivilisation nennen.