Sie sind kaum größer als ein Daumennagel, sorgen gerade aber für viel Aufmerksamkeit in der urgeschichtlichen Forschung: Zwei Vogelfiguren, die in der Höhle Hohle Fels auf der Schwäbischen Alb entdeckt wurden.

Ein Archäologieteam der Uni Tübingen schätzt das Alter auf rund 40.000 Jahre. Aus dieser Zeit stammen noch zahlreiche andere Kunstfiguren. Wozu genau die dienten, ist unklar. Sicher ist aber: Die damaligen Menschen waren ziemlich gut im Schnitzen und im Beobachten. Die beiden Vogelfiguren zeigen viele Details und die Tiere sind auch nicht statisch dargestellt, sondern es wird gezeigt, wie sie sich bewegen.

In der Höhle wurden schon viele andere bemerkenswerte Figürchen aus der Zeit entdeckt. Am bekanntesten ist eine Frauenfigur, die 2008 gefunden wurde.

Die beiden Vögel werden jetzt im Museum für Urgeschichte und Eiszeitkunst in Blaubeuren ausgestellt, als "Fund des Jahres".