Dazu zählen Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder bestimmten Grunderkrankungen – etwa Diabetes, HIV, chronisch-entzündliche Darmkrankheiten oder nach einer Blutstammzelltransplantation.
Gürtelrose – auch Herpes zoster genannt – wird wie Windpocken durch Varizella-Zoster-Viren verursacht. Bei Kindern verläuft die Erkrankung meist gutartig. Bei Erwachsenen kann eine Infektion einen schmerzhaften Ausschlag verursachen. Wenn jemand ein geschwächtes Immunsystem hat, kann sie sich sogar auf mehrere Körperregionen und über das Blut ausbreiten.
Jeder, der einmal Windpocken hatte, kann an Gürtelrose erkranken. Die Viren bleiben nach der Infektion im Körper und können bei einem schwachen Immunsystem wieder aktiv werden - zum Beispiel im Alter.
Allen Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die Stiko schon seit Ende 2018 die Impfung gegen Gürtelrose. Für Risikogruppen galt die Empfehlung bislang erst ab 50. Im aktuellen Epidemiologischen Bulletin schreibt die Kommission, dass sie die Empfehlung angepasst hat, um die Häufigkeit von Gürtelrose zu verringern sowie Komplikationen und Folgeerkrankungen zu verhindern. Der Impfstoff wird in zwei Dosen im Abstand von bis zu sechs Monaten verabreicht.
