KI-Stimmen werden immer besser - und wir tun uns immer schwerer damit, sie von echten menschlichen Stimmen zu unterscheiden. Das erhöht die Gefahr, auf Deepfakes reinzufallen.

Aber eine Studie im Fachjournal eNeuro lässt jetzt hoffen, dass wir doch lernen können, die Unterschiede zu erkennen. Das Studienteam hat Tests mit 30 Probandinnen und Probanden gemacht. Die bekamen Sätze zu hören und sollten entscheiden: Mensch oder KI? Das klappte nur schlecht. Auch nach einem kurzen Training, in dem Beispiele für beides vorgespielt wurden, wurden die Trefferquoten kaum besser.

Doch unbewusst scheint das Training etwas zu verändern: Bei den Testpersonen wurden nämlich die Gehirnwellen gemessen, und nach dem Training reagierte das Gehirn auf KI- und menschliche Stimmen unterschiedlich. Die Forschenden interpretieren das so: Das Hörsystem in unserem Gehirn ist in der Lage, beides am Sound zu unterscheiden. Doch das kommt in unserem Bewusstsein noch nicht an. Wir Menschen sind einfach noch dabei, uns an KI zu gewöhnen.