Tempo 30 in Innenstädten macht den Straßenverkehr deutlich sicherer - und für Autofahrer nicht viel langsamer.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Björn-Steiger-Stiftung - sie hat Studien zu 14 Städten ausgewertet, die Tempo 30-Limits eingeführt haben. In Graz gab es nach der Einführung beispielsweise 12 Prozent weniger Unfälle, ähnlich sah es in Bologna aus. Und wenn es doch zu einem Unfall kommt, gibt es deutlich weniger Verletzte - in Edinburgh beispielsweise 43 Prozent weniger als zuvor. In allen betrachteten Städten nahm die Zahl der Unfälle, Verletzten und Getöteten ab.

Gleichzeitig erhöhten sich die Fahrzeiten für Autofahrer nur minimal: im Vereinigten Königreich beispielsweise um drei Prozent in Wohngegenden und fünf Prozent im Stadtzentrum, wie GPS-Daten zeigten.

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass deutsche Städte und Gemeinden nur wenige kurze Tempo 30-Zonen eingeführt hätten. Sie fordert bundesweit Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften.