Das zeigt eine Befragung von rund 1.200 Musikschaffenden in fünf Ländern.
Demnach verdienen 77 Prozent weniger als 10.000 Euro im Jahr mit ihrer Musik. Gleichzeitig halten 81 Prozent Streaming für wichtig oder sehr wichtig für ihre Karriere. Forschende sprechen von einem "Streaming-Paradox": Plattformen sorgen zwar für Sichtbarkeit, bringen aber kaum Einnahmen.
Die Befragung zeigt außerdem, wie viel Zeit die Musikerinnen und Musiker in Selbstvermarktung investieren: 23 Prozent der Befragten gibt an, mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit für Social Media, Fan-Kommunikation oder Tourplanung aufzuwenden. 69 Prozent sagen, dass der Aufwand für Online-Promotion in den vergangenen Jahren gestiegen ist.
Wie stark Musikerinnen und Musiker vom Streaming profitieren, hängt laut Studie auch vom Land ab: In Nigeria berichten 83 Prozent von verbesserten Karrierechancen durch Streaming, in den Niederlanden nur 14 Prozent.
