Das Energieministerium schreibt, dass das Stromnetz in einem kritischen Zustand ist und dass Havanna die schwersten Stromausfälle seit Jahrzehnten erlebt. Meist gibt es nur wenige Stunden am Tag überhaupt Strom.
In der Hauptstadt brachen Proteste aus. Hunderte Menschen machten Lärm mit Töpfen und forderten, dass der Strom wieder angeschaltet wird. Es gab auch Straßenblockaden mit brennenden Müllhaufen.
Auf Kuba sind Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente ohnehin knapp. Das liegt unter anderem daran, dass die USA es nicht zulassen, dass andere Länder Kuba mit Öl beliefern und mit Strafzöllen drohen. Zuletzt hatte Kuba von einem russischen Tanker Rohöl bekommen, früher gab es auch Lieferungen aus Venezuela und Mexiko. Das Öl wird in Kuba benötigt, um das Stromnetz zu stabilisieren. Wenn es fehlt, können auch Solaranlagen nicht richtig genutzt werden.
