Das Leben im Kloster ist für Männer offenbar sehr gesundheitsförderlich.

Laut einer Langzeitstudie leben sie deutlich länger als Männer außerhalb einer Ordensgemeinschaft. Sogar der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Männern und Frauen wird fast vollständig ausgeglichen - und es gibt auch nicht die sonst üblichen Unterschiede zwischen höher und niedriger Gebildeten, weil alle im Kloster die gleichen Lebensumstände haben.

Zu den wichtigsten Faktoren für die höhere Lebenserwartung zählen laut den Forschenden das Leben in einer Gemeinschaft, ein geregelter Tagesablauf mit Arbeit, Gebet und Meditation und eine klare spirituelle Aufgabe. Die Gemeinschaft wirke ähnlich stabilisierend wie eine Ehe. Feste Essenszeiten, soziale Kontrolle und gegenseitige Fürsorge führten zu einem gesünderen Lebensstil mit weniger Suchtproblemen und weniger Stress. Außerdem würden körperliche oder psychische Krisen früher erkannt. Die Forschenden sagen, dass das ähnliche Bedingungen sind wie in den sogenannten "Blue Zones", also den Regionen der Welt, in denen besonders viele Hundertjährige leben.