Das Kiel Institut für Weltwirtschaft kommt zu dem Schluss: Bestraft wurden dabei aber vor allem die Konsumenten in den USA. Die Forschenden haben 25 Millionen Lieferdatensätze ausgewertet, unter anderem Frachtbriefe. Da kam raus: Die USA haben durch die Zölle zwar 200 Milliarden Dollar mehr eingenommen. Aber fast die gesamten Mehrkosten wurden auf die Käufer der Produkte abgewälzt. Gleichzeitig wurden deutlich weniger Waren in die USA gebracht.
Das Forschungsteam spricht von einem Eigentor für die USA: Für Unternehmen und ihre Kundinnen und Kunden wurden Produkte aus dem Ausland weniger und teurer. Auch die Warenvielfalt hat gelitten. Die Exportländer stehen andererseits unter Druck, neue Märkte zu erschließen. Letztlich schade die Zollpolitik allen.
