Durch eine verheerende Sturzflut im Himalaya sind vor knapp zwei Wochen viele Menschen ums Leben gekommen - und immer noch werden viele vermisst.

Ursache war ein Gletscherabbruch am gut 7.200 Meter hohen Berg Langtang Lirung: Ein großes Stück Fels und Eis stürzte ins Tal und verwandelte sich in eine Lawine aus Wasser, Gestein und Schutt.

Jetzt zeigen Berechnungen von US-Forschenden, dass es in den Tagen vor der Katastrophe in der betroffenen Region außergewöhnlich warm war. Laut dem Berkeley-Earth-Institut lag die Durchnittstemperatur auf dem Gletscher zwischen dem 21. und 26. August bei etwa fünf Grad Celsius. Seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 55 Jahren hatte die Temperatur in diesem Zeitraum noch nie über vier Grad gelegen. Für so hohe Temperaturen wie vor dem Unglück jetzt hat nach Einschätzung der Forschenden der Klimawandel beigetragen.

Auch Aufzeichnungen des EU-Klimadienstes Copernicus zeigen einen ungewöhnlich warmen Sommer in der Himalaya-Region. Das könnte das Auftauen von sonst gefrorenen Böden und Hang- und Gletscherabbrüche erklären.